(Und auf welchen Quatsch du getrost verzichten kannst)
Wenn man sich so durch Elternforen klickt, bekommt man schnell das Gefühl, man müsse vor der Geburt erst mal einen Kredit aufnehmen. „Startersets“ für 500 Euro, Smart-Wiegen mit App-Anbindung, Wickeltische mit Wärmelampe – und dazu natürlich noch das „must-have“ Noise-Gerät, das Walgesänge abspielt.
Wir haben irgendwann aufgehört, diesen Unsinn zu glauben, und uns gefragt: Was braucht man wirklich, wenn das Baby kommt? Spoiler: Erschreckend wenig.
Schlaf & Bett – Hauptsache sicher und ruhig
Wir haben uns für ein schlichtes Beistellbett entschieden. Kein Smart-Bett, das mit deinem Handy spricht. Einfach Holz, Matratze, fertig.
Das Baby liegt direkt neben uns, wir müssen nachts nicht aufstehen, und keiner kippt irgendwo raus. So simpel kann es sein.
Zur Ausstattung gehören:
- ein Beistellbett oder Babybett (je nach Platz)
- eine feste, atmungsaktive Matratze
- zwei Spannbettlaken
- ein Matratzenschoner (weil es nie bei einer trockenen Nacht bleibt)
- zwei Schlafsäcke – einer für kühlere, einer für wärmere Nächte
Wir haben uns für die Träumeland Brise Light Matratze(Werbung) entschieden. Die war nicht die billigste, aber sie riecht nicht chemisch, ist atmungsaktiv und fühlt sich solide an. Beim Schlafsack sind wir bei einem gebrauchten gelandet.
Ein Babyphone haben wir übrigens nicht neu gekauft – wir haben einfach unser altes Smartphone und eine günstige WLAN-Kamera umfunktioniert. Funktioniert wunderbar. Den Beitrag dazu findest du hier: Unser Babyphone-Hack.
Kleidung – Second Hand statt Shopping-Exzess

Bei Babykleidung ist weniger wirklich mehr. Und noch besser: Second Hand.
Wir haben uns ziemlich schnell gefragt, warum wir 15 Euro für einen Body zahlen sollen, den das Baby exakt drei Wochen trägt. Die Antwort: Wir tun es nicht.
Unsere Kleidung kommt zu 80 % aus Second-Hand-Läden, Flohmärkten und Kleinanzeigen. Alles gewaschen, alles top in Schuss – und im Zweifel landet sowieso die Hälfte beim nächsten Wachstumsschub im Karton.
Was du realistisch brauchst:
- 6–8 Bodys (am besten Wickelbodys mit Druckknöpfen unten)
- 3–4 Hosen oder Strampler
- 4–5 Schlafanzüge
- 2–3 Mützen (eine dünne, eine warme)
- 5–6 Paar Socken
- mindestens 6 Mulltücher oder Spucktücher
Wir achten bei Second-Hand-Kleidung darauf, dass sie aus Baumwolle besteht und frei von Schadstoffen ist. Und wir waschen sowieso alles einmal mit Babywaschmittel durch – dann riecht’s nach Baby, nicht nach Keller.
Für die paar Dinge, die wir neu gekauft haben: Bodys aus Bio-Baumwolle von H&M (halten erstaunlich gut), und zwei Strampler von Liliput, weil sie leicht anzuziehen sind, auch wenn man mitten in der Nacht halb schläft.
Pflege & Wickeln – keine Wissenschaft, nur Routine
Wenn du denkst, dass Wickeln kompliziert ist, warst du noch nie um 3 Uhr morgens mit einem explosiven Windelunfall beschäftigt. Man braucht kein Designer-Möbelstück, sondern eine funktionierende Ecke.
Unser „Wickelplatz“ besteht aus einer gebrauchten Kommode (30 Euro bei Kleinanzeigen) mit einer dicken, abwaschbaren Wickelauflage. Funktioniert perfekt – und sieht sogar besser aus, als das, was in den Katalogen steht.
Was du wirklich brauchst:
- Wickelunterlage (wasserdicht, leicht zu reinigen)
- Windeln (am Anfang Größe 1, später Größe 2) wenn möglich kauf Rascal and Friends mit abstand die besten. gibts beim DM
- Feuchttücher oder Waschlappen
- Wundschutzcreme (bei uns: Weleda Calendula(Werbung), riecht angenehm und hilft tatsächlich)
- Windeleimer(Werbung) mit Geruchsverschluss. keine Panik die Plastiksäcke gibts auch noname und kosten nicht viel.
- Fieberthermometer
- Babybadewanne oder Badeeimer
- Badethermometer
- Nagelschere oder Knipser
Und ein Tipp aus Erfahrung: Wenn du nachts wickelst, mach’s mit Dämmerlicht. Alles andere ist eine Einladung zur Wachparty.
Füttern – Stillen, Flasche oder beides
Wir wollten ursprünglich ausschließlich stillen. Hat aber nicht so geklappt, wie in den Hochglanzratgebern versprochen. Also: Fläschchen. Und das war völlig okay.
Unsere Grundausstattung:
- zwei Flaschen von Lansinoh(Werbung)
- eine schwamm den wir nur für Fläschen verwenden
- ein Sterilisator – spart Zeit und Nerven
- Stillkissen gebraucht – am Anfang fürs Stillen, später als Rückenstütze im Bett
- Ein Flaschenzubereitungswarmwasserwarmhaltedings über das Hammerteil haben wir einen eigenen Beitrag hier: Flaschenzubereiter.
Mehr braucht man nicht.
Diese teuren „Starter-Sets mit 10 Flaschen und Wärmesensoren“ sind reiner Marketingquatsch.
Unterwegs – mobil, aber bitte realistisch
Wir haben uns ewig durch Kinderwagen-Bewertungen gewühlt und uns schließlich für den Kinderwagen(Werbung) entschieden. Kein Lifestyle-Objekt, aber robust, wendig und groß genug für Einkäufe und Wickeltasche. aber omg war das teil teuer! nach einem Jahr sind wir dann auf den Easywalker Jackey² XL(Werbung) umgestiegen. wir haben den 1sten auf Kleinanzeigen weiterverkauft und den Jackey auch dort gekauft. das hat uns mehrere 100€ gespart. der umstieg war mehr oder weniger Kostenlos.
Dazu kam eine Babyschale von Maxi Cosi– sicher, leicht und mit Isofix.
Ein Ergonomische Trage(Werbung) war unser persönlicher Lebensretter – wenn das Baby nicht schlafen wollte, half Bewegung fast immer.
Unsere Wickelrucksack ist super Praktisch, neutral, Papa-tauglich.
Und ja, das ist wichtig. Wenn beide Eltern sie tragen, darf sie nicht aussehen wie ein rosafarbener Stoffexplosionstraum.
Was wir gelernt haben: Du brauchst kein komplettes Reise-Set. Wenn du erstmal mit Kinderwagen, Tasche, Auto und Baby gleichzeitig hantierst, wirst du froh sein, nicht noch zehn weitere Accessoires zu besitzen.

Fazit – Das Baby braucht Liebe, nicht Luxus
Am Ende geht es nicht um Marken oder Komplettsets.
Ein Baby braucht Nähe, Wärme, Milch – und dich.
Wenn du einen sicheren Schlafplatz, ein paar saubere Bodys, Windeln und eine ruhige Ecke zum Wickeln hast, bist du vorbereitet.
Alles andere ist Bonus – oder Marketing.
Wir haben vieles gebraucht gekauft, manches neu, einiges ganz weggelassen.
Und siehe da: Das Kind wächst, schläft, lacht – auch ohne Designer-Wippe oder Premium-Mobile.
FAQ – die ehrlichen Antworten
Am Anfang etwa acht. Später weniger – hängt stark vom Baby ab.
Nein. Ein warmes Zimmer reicht völlig. Wärmelampen sind eher was für Krankenhäuser als Kinderzimmer.
Ja, aber du musst keine Hightech-Matratze kaufen. Wichtig ist, dass sie fest, atmungsaktiv und schadstofffrei ist.
Wir nutzen WLAN – das Baby leuchtet trotzdem nicht im Dunkeln.
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